Die Oberstufe besuchen Schülerinnen und Schüler im Alter von ca. 15-18 Jahren. Anders als in Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung üblich, besteht die Abteilung Geistige Entwicklung der Schule am Leithenhaus nur aus drei Schulstufen. Begründet durch die Schülerzahl kann bislang keine Vorstufe oder Berufspraxisstufe etabliert werden. Der inhaltliche Schwerpunkt der Berufsvorbereitung liegt in der Oberstufe, welche somit einer Berufspraxisstufe gleichzusetzen ist.

Schwerpunkte der Oberstufe

Lebens- und Lernbereich Beruf:

  • Verschiedene Materialien und den sachgerechten Umgang mit ihnen kennen lernen.
  • Verschiedene Werkzeuge und den sachgerechten Umgang mit ihnen kennen lernen.
  • Schlüsselqualifikationen der Arbeitswelt: Einrichtung und Organisation des Arbeitsplatzes, Durchhaltevermögen, zeitliche Einteilung / Gliederung beachten, soziale Kontakte am Arbeitsplatz, Autoritäten anerkennen, Informationen über Rechte und Pflichten und über die Entlohnung, Kooperation. 
  • Organisationstraining : Planung und Durchführung bestimmter Aufgaben. 
  • Überblick über die berufliche Zukunft: Werkstatt für behinderte Menschen oder in der freien Wirtschaft. Durchführung von berufsvorbereitende Praktika in den entsprechenden
  • Einrichtungen.

Lebens- und Lernbereich Wohnen und Freizeit,  Selbstversorgung:

  • Haushaltsbewältigung: selbstständiges Einkaufen, Zubereitung von Mahlzeiten, sachgerechter Umgang mit Haushaltsgeräten, Wäschepflege, Übernahme von Arbeiten in der Gemeinschaft, Hausarbeiten verrichten, Körperhygiene, Gesundheitserziehung, etc.

Informationen und Hilfen zur Gestaltung der Freizeit einholen:

  • (z.B. Vereine, Freibad, öffentlich angebotenen Freizeitveranstaltungen etc.), ÖPNV kennen lernen, Gesellschaftsspiele, Umgang mit Computer, Musik und Tanz, Anleitung zu verschiedenen sportlichen Aktivitäten, etc.

Förderung im Bereich der Kulturtechniken:

  • Lesen, Schreiben, Rechnen haben nicht nur für die Alltagsbewältigung eine Bedeutung, sondern tragen auch zur Stärkung des Selbstwertgefühls bei. Je nach individuellen Lernvoraussetzungen und Möglichkeiten des einzelnen Schülers wird das Erlernte in schülerrelevanten Alltagssituationen angewandt bzw. umgesetzt und somit gefestigt.

 

Beispiele für Aktivitäten in der Oberstufe:

Informationen und Hilfen zur Gestaltung der Freizeit einholen:  Hier werden die Schülerinnen und Schüler angeleitet, wie sie ihre Freizeit sinnvoll nutzen können. So werden Gesellschaftsspiele und der Umgang mit Computerprogrammen mit ihnen eingeübt. Musik und Tanz und Anleitungen zu verschiedenen sportlichen Aktivitäten gehören ebenfalls zu den Unterrichtsinhalten. Dazu gehört auch die Recherche im Internet über Freizeitaktivitäten und Vereine. Des Weiteren lernen sie den Umgang mit Fahrplänen und öffentlichen Verkehrsmitteln etc.

Lebenspraktische Förderung: Neben den üblichen Hauswirtschaftsunterricht (einkaufen, kochen, putzen etc.) kochen einige Schülerinnen und Schüler in der Schülerfirma „Nudel und Co“ das Mittagessen für ca. 60 Schüler und Lehrer oder reinigen und bügeln Wäsche in der Schülerfirma „Wäsche und Co“. Jeden Freitag backen und verkaufen einige Schülerinnen und Schüler Waffeln in der Abteilung.

Berufsvorbereitung: Zum Abschluss der Oberstufe steht die Berufsvorbereitung im Vordergrund. Die 16- bis 18-jährigen werden gezielt auf ihre Arbeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) vorbereitet. Dieses geschieht in enger Kooperation mit der Abschlussstufe der Schule am Haus Langendreer. Dies ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung und befindet sich auf dem gleichen Gelände. Hier lernen die Schüler/innen verschiedene Materialien und Werkzeuge kennen und den sachgerechten Umgang mit ihnen. Durchführung von berufsvorbereitenden Praktika in den entsprechenden Einrichtungen runden die Vorbereitung ab.

 

Schlüsselqualifikationen der Arbeitswelt werden vermittelt: 

  • Einrichtung und Organisation des Arbeitsplatzes, Durchhaltevermögen, zeitliche Einteilung / Gliederung beachten, soziale Kontakte am Arbeitsplatz, Autoritäten anerkennen, Informationen über Rechte und Pflichten und über die Entlohnung, Kooperation.
  • Organisationstraining: Planung und Durchführung bestimmter Aufgaben.
  • Gleichzeitig wird ihnen ein Überblick über ihre berufliche Zukunft gegeben: Werkstatt für behinderte Menschen oder eine Stelle in der freien Wirtschaft.